Markenwelten und der eigene Stil

Juliva am 10. Oktober 2011

Heutzutage sind Kleider ja nicht mehr gleich Kleider. Dagegen gibt es unzählige Marken, die jeweils eine eigene Zielgruppe ansprechen und auch dem persönlichen Stil und Geschmack entsprechen müssen, damit der Käufer sich angesprochen fühlt. In Shopping-Centern und Innenstädten findet man daher inzwischen zahlreiche, sogenannte Flagstores, die das gesamte Sortiment einer Marke im Angebot haben, oder zumindest so viel wie in den Laden hineingeht. Nicht nur die Kleidung, sondern auch das Aussehen der Ladenlokale transportieren das Lebensgefühl, das die Käuferschaft erwartet.

Online aufgegriffen

Auch online kaufen die deutschen Konsumenten markenbewusst ein und wählen gerne einen Flagstore-Shop auch im Internet, um die Sachen ihrer Lieblingsmarke zu bestellen. Der Nachteil: Hier findet man zwar immer die neuesten Teile und Kollektionen, wer aber auch nach Schnäppchen suchen will, der ist hier eher falsch. Die Preise entsprechen in den Flagstores online eigentlich immer der UVP, der unverbindlichen Preisempfehlung für den Handel des Herstellers. Überschüsse und Lagerbestände gibt es nur äußerst selten. Doch wer sucht, der findet und so kann man die entsprechenden Wunschteile nicht selten auch woanders zu einem besseren Preis finden. Bei Otto kann man zudem auch von der Hauptseite direkt in Markenstores gelangen und dort nach den Artikeln seines Lieblingslabels stöbern. Das erleichtert die Suche nach dem Artikel des Begehrens natürlich ungemein und man kann sich gleichzeitig noch Inspiration für weitere Einkäufe holen oder ganz unerwartet ein weiteres Schnäppchen entdecken. Die Suche im Netz lohnt sich also immer, auch für markenbewusste Konsumenten, denen die Flagstores, ob in der Stadt, im Shopping-Center oder online, zu teuer sind.

Von Kopf bis Fuß

Inzwischen bieten die Markenwelten ja auch nicht mehr nur ein kleines Sortiment an Waren, sondern die gesamte Palette. Manche Bekleidungsmarken haben neben Schuhen, Wäsche, Accessoires, Taschen, Kleidung aller Art und sogar Rucksäcken sogar Bettwäsche, Teppiche oder Gardinen im Angebot. Auch Schreibwaren oder Möbel gibt es teilweise mit immer ein und demselben Label-Aufdruck. Meistens ist dem Namen dann ein kleines “home” beigefügt, eben die Kleidungs für zuhause. Stilistisch aufeinander abgestimmt treffen die Hersteller damit den Geschmack ihrer bestehenden Zielgruppen in einem anderen Marktsegment und können so leicht etwas hinzuverdienen. Für den Käufer bietet sich auf diese Weise mehr Auswahl in dem von ihm bevorzugten Stil, sodass letztlich beide Parteien dabei gewinnen. Ob man wirklich alles, von der Lampe bis zum Bikini von einer Marke besitzen möchte, bleibt allerdings Geschmackssache. Teilweise ist es aber auch eine gute Entscheidungshilfe, denn nicht selten hat man schon mal beim Anblick einer Bluse geseufzt, dass man genau in dem Stoff gerne eine Tischdecke hätte und keine Bluse – oder umgekehrt.

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