Zuverlässigkeit von Vaterschaftstests

Juliva am 9. September 2010

Ist das Kind wirklich von mir? Viele Väter stellen sich in so mancher Situation diese Frage. Ein Vaterschaftstest kann in solchen Fällen für Gewissheit sorgen und die Gründe für das Bedürfnis nach einem Test sind vielfältig. In manchen Fällen wollen sich die vermeintlichen Väter vergewissern, in anderen Fällen kann der Test von der Mutter angestrebt werden, wenn sie sich nicht sicher ist, wer eigentlich wirklich der Vater ihres Kindes ist. Durch einen Vaterschaftstest kann mit großer Sicherheit bestimmt werden, wer der leibliche Vater eines Kindes ist. Daneben lässt sich mittels eines privaten Vaterschaftstests zudem der langwierige und kostenintensive Weg über ein Gericht vermeiden. Doch wie zuverlässig sind Vaterschaftstests wirklich?

Studie untersucht Zuverlässigkeit von Vaterschaftstests

Im Internet sind zahlreiche Angebote von Unternehmen zu finden, die private Vaterschaftstests anbieten. Wer die Preise der einzelnen Anbieter vergleicht, wird schnell deutliche Unterschiede feststellen können. In einer Studie der Rechtsmedizinischen Institute der Universitäten Kiel, Jena und Greifswald wurde nun aktuell untersucht, wie zuverlässig die Vaterschaftstests in preisgünstigen und privaten Laboren sind. Die Ergebnisse fallen durchwachsen aus: von insgesamt 41 Fällen, die detailliert nachgeprüft wurden, erwiesen sich neun Tests als fehlerhaft; in zwei der untersuchten Test tauchten fehlerhafte Beurteilungen auf. Schenkt man den Ergebnissen dieser Untersuchung Glauben, dann würde dies bedeuten, dass rund fünf Prozent der Vaterschaftstests in Deutschland fehlerhaft sind. Das Ergebnis eines derartigen Tests ist jedoch in den meisten Fällen Grundlage für weitreichende Entscheidungen – sowohl für Mutter und Vater allein als auch für das weitere Leben als Familie mit einem gemeinsamen Kind. Deswegen sollte ein sicherer Vaterschaftstest gewählt werden, damit man sich auf das Testergebnis auch verlassen und darauf vertrauen kann. Doch wie kann man aus den zahlreichen Angeboten eine seriösen Anbieter finden?

Gesetzliche Richtlinien

In der Bundesrepublik Deutschland existieren amtliche Richtlinien für die Erstellung einer Abstammungsanalyse sowie für die Erstellung eines entsprechenden Gutachtens. Innerhalb dieses Gutachtens ist beispielsweise geregelt, nach welchen Vorgaben die Weiterbildung zum Gutachter erfolgen darf. Im Jahr 2004 wurde die Prüfinstanz KFQA (Kommission zur Feststellung der Qualifikation von Abstammungsgutachtern) ins Leben gerufen. Vor dieser Kommission kann ein Anbieter von Vaterschaftstests einen Nachweis seiner Qualifikation erbringen.

Anbieter sorgfältig prüfen

Bei der Auswahl eines Anbieters von Vaterschaftstests sollte die Qualität des Tests eine entscheidende Rolle spielen, da es sich hierbei um eine wichtige und weitreichende Entscheidung handelt. Der Ausgang des Tests hat in der Regel weitreichende persönliche Auswirkungen auf das weitere Leben und die Familienkonstellation. Des Weiteren sollte bedacht werden, dass man für einen Vaterschaftstest eigenes genetisches Material zur Verfügung stellt – und das setzt wiederum eine Menge Vertrauen in das untersuchende Institut voraus, damit diese Informationen auch sorgfältig und vertraulich bearbeitet werden. Aus diesem Grund sollte ein Institut gewählt werden, das enorm viel Wert auf Sicherheit und Qualität legt.

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