Grün, grün, grün sind alle meine Kleider

Juliva am 31. August 2010

Mit diesem Lied werden den deutschen Kleinkindern schon im Kindergarten die unterschiedlichen Berufsstereotype zu Gemüte geführt, indem in den unterschiedlichen Strophen alle Berufsgruppen mit ihrer typischen Bekleidung abgehandelt werden: der Jäger trägt grün, der Seemann blau und der Malermeister bunt.

Berufsstereotype gelten als weit verbreitet

Und in der Tat assoziieren die kleinsten Kinder Ärzte schon mit einem weißen Kittel, hüllen einen Gärtner bei Zeichnungen in ein grünes Gewand und der Schornsteinfeger hat nicht nur einen schwarzen Overall an, sondern auch ein schwarzes Gesicht. In jeder Gesellschaft sind charakteristische Stereotype darüber verbreitet, wie sich die unterschiedlichen Angestellten und Selbstständigen in ihrem Job kleiden und für welche Branchen unter Umständen ein bestimmter Dresscode vorgeschrieben ist.

Doch warum gibt es bestimmte Kleidungsstandards für Berufsgruppen und Branchen? Jeder möchte aufgrund seiner Bekleidung direkt seiner beruflichen Profession zugeordnet werden und als Feuerwehrmann, Bahnführer oder Ordner ausgemacht werden.

Funktionale Kleidung

Neben dem Wiedererkennungswert und dem brancheninternen Gemeinschaftsgefühl verfolgt Berufskleidung aber natürlich auch funktionale Aspekte, allen voran in handwerklichen Berufen. Denn wer gute Arbeit leisten will, braucht die passende Berufskleidung. Dabei stellen die unterschiedlichen Branchen auch unterschiedliche Anforderungen an ihre Arbeitskleidung: Feuerwehrmänner brauchen beispielsweise ein Obermaterial, das sich nicht entzünden kann und wasserabweisend ist, bei Bauarbeitern kommt es darauf an, dass sie Schuhe mit Stahlkappen tragen und das Material ihrer Kleidung sehr robust ist, da sie tagtäglich scharfen Kanten und groben Oberflächen ausgesetzt sind. Für Handwerker im Allgemeinen kann Kleidung nicht genug Taschen haben, um darin die ganzen kleinen Werkzeuge, Messlatten, Taschenlampen usw. unterzubringen und sie stets schnell griffbereit zu haben.

Hoher Tragekomfort und gute Passform

Um dann nicht nur sein wichtigstes Werkzeug schnell greifbar zu haben, sondern sich auch noch bequem und frei bewegen zu können, muss bei der Berufskleidung sowohl die Qualität und der Tragekomfort aber auch das Design stimmen. Inzwischen gibt es Hosen und Overalls, die perfekt am Körper sitzen und nicht nur in XXL zu erhalten sind. Man kann zudem zwischen verschiedenen Farben und Schnitten unterscheiden, so dass sich jeder in seiner Kleidung auch bei der Arbeit wohl fühlen kann. Insbesondere galt Berufskleidung für Frauen für die eher typischen männlichen Berufen lange Zeit als große Marktlücke: Overalls für Zimmermänner, Schornsteinfeger und Maurer waren eigentlich nur für kräftige und männliche Körper in XXL konzipiert, so dass sie bei Frauen oft schlapp herunterhingen und sie wahrlich darin untergingen. Doch das muss nicht mehr sein! Inzwischen gibt es auch schicke Arbeitskleidung für Frauen, die tailliert ist und gut passt, so dass Frau sich auch bei der Arbeit wohl fühlen kann und trotzdem bestens vor den Arbeitsrisiken geschützt ist.

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