Alles dreht sich um den Schuh
Juliva am 24. März 2010
Wenn es um Mode geht gibt es bereits zahlreiche Zeitschriften und Lifestyle-Magazine, die jeden Monat ausführlich über die neuesten Trends der Modemacher berichten.
Für Schuhe gibt es so etwas bisher nicht, auch wenn Schuhe in den Modemagazinen natürlich auch bedacht werden, aber ein Magazin, dass sich ausschließlich dem Schuhwerk widmet, ist ganz neu. Seit heute ist das Magazin „Inshoes“ auf dem Markt und berichtet alle zwei Monate über die neuesten Treter, die man sich unbedingt zulegen sollten. Die Idee stammt aus dem hohen Norden, genauer gesagt von drei Hamburgern und wird europaweit erscheinen.
Angesprochen werden sollen vor allem die Frauen, schließlich sind sie es, die nicht genug von Schuhen bekommen können. Neben seitenlangen Modestrecken wird es in dem Magazin auch Reportagen über Menschen geben, die von Berufswegen her mit Schuhen zu tun haben. Den Lesern soll also das Handwerk des Schuhmachers und der Handel mit Schuhen näher gebracht werden. Zu kaufen gibt es das 148 Seiten starke Magazin ab sofort am Kiosk und in ausgewählten Filialen des Schuhladens Görtz.
Schuh-Museum
Wer sich besonders für die Schuhfertigung interessiert, kann sich auf den Weg in eines der deutschen Schuhmuseen nach Kleve machen und etwas über die Geschichte dieses Handwerks erfahren. Um die Jahrhundertwende herum war es für die Menschen eine echte Revolution, dass es einen linken und einen rechten Schuh gibt, bis dahin wurden nämlich an beiden Füßen zwei identische Schuhe getragen, bei denen sich nach dem Eintragen oftmals der Fuß an den Schuh angepasst hatte, was für die Gesundheit nicht sonderlich gut war. Darüber hinaus erfährt man im Schuhmuseum auch was für einen Weg ein Schuh bis zum Verkauf bereits hinter sich hat und wie die Maschinen und Geräte, mit denen Schuhe in der Vergangenheit gefertigt wurden aussehen und funktionieren.
Auf zwei Etagen können die Besucher des Museums in Kleve also die unterschiedlichen Fertigungsmethoden und die Entwicklung der Schuhmode im Laufe der Jahre. Man erfährt auch viel über Schuhe und Füße in anderen Kulturen, wie beispielsweise über den Lotusfuß der Frauen im Alten China. Der Fuß wurde damals durch das Brechen der Knochen und extremes Einbinden zugunsten des herrschenden Schönheitsideals, nach dem Frauen mit zierlichen kleinen Füßen als besonders hübsch galten, verkrüppelt. Im Alter von fünf bis acht Jahren wurde in der Regel mit dem Einbinden der Füße, nachdem mit einem Stein die Knochen gebrochen wurden, begonnen. Dadurch wurde nicht nur das Wachstum der Füße gehemmt, sondern auch die Durchblutung, weshalb es oft vorkam, dass der Fuß teilweise oder ganz abstarb. Im Schuhmuseum kann man also viel wissenswertes über Füße und Schuhe erfahren, deshalb lohnt sich ein Besuch im Schuhmuseum Kleve.
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