Jugendreisen
Juliva am 4. März 2010
Jugendreisen oder Klassenfahrten sind fester Bestandteil eines jeden Schülerlebens. Man lernt sich untereinander und die Lehrer auch mal von einer anderen Seite kennen, erlebt Abwechslung vom normalen Schulalltag und zusätzlich wird das Zusammengehörigkeitsgefühl noch verstärkt. Ob es jetzt eine Skiwoche im Winter oder eine Klassenfahrt ans Meer ist, langweilig wird einem dabei sicher nicht. Die Jugendreisen haben sich aus dem sogenannten „Jugendaustausch“ entwickelt, als Jugendaustausch wurden Zusammenkünfte von jungen Menschen aus aller Welt bezeichnet. Dies diente vor allem dazu, Jugendliche aus aller Herren Länder im Sinne der Völkerverständigung sowie des interkulturellen Austausches zusammen zu bringen.
Andere dafür verwendete Begriffe sind „Jugendbegegnung“, „internationale Begegnung“ oder „internationaler Austausch“. Entweder wurden (und werden) einzelne Jugendliche im Rahmen eines sogenannten „Schüleraustausches“ gegeneinander „ausgetauscht“, oder ganze Gruppen treffen sich.
Anfang der 20er Jahre des 20. Jahrhunderts kam die sogenannte „Wandervogelbewegung“ auf, die nach 1945 wieder verstärkt gefördert wurde. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde so zum Beispiel das Deutsch-Französische Jugendwerk, das Service Civil International, die International Farm Youth Exchange, die Youth Action for Peace, internationale Jugendgemeinschaftsdienste oder die Aktion Sühnezeichen gegründet. Der Austausch amerikanischer und deutscher Jugendlicher erfolgte durch das American Field Service.
In der DDR war der Austausch von Jugendlichen und Studenten unter anderem eine der Kernaufgaben der FDJ. Doch auch die Reisen, die in befreundete sozialistische Staaten führten, bekam man nicht einfach so bewilligt. Auch waren dies meistens keine Erholungsurlaube, sondern wurden oft mit Arbeitsdiensten verbunden. Die Bewilligung solch einer Reise war auch meist eine Auszeichnung für Jugendliche die dem sozialistischen Ideal entsprachen.
Heutzutage ist das zum Glück nicht mehr so, heute steht wieder der Austausch junger Menschen im Vordergrund. So gibt es inzwischen eine große Anzahl von Städtepartnerschaften in deren Rahmen der Austausch einfach und unbürokratisch erfolgt. Auch hat sich seit den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts die Anzahl der Jugendreisen, vor allem auch durch den Zusammenbruch der Sowjetunion, stark erhöht. Die ehemals hinter dem eisernen Vorhang festsitzende Bevölkerung nutzt die neugewonnene Freiheit um die ihnen lang vorenthaltene restliche Welt zu erkunden. Das Erlernen neuer Sprachen steht heutzutage auch mehr im Vordergrund als in den Anfangszeiten der Jugendreisen, auch treten viele junge Menschen die Austauschprogramme an in dem Bewußtsein an, dass sich so eine Auslandserfahrung gut im Lebenslauf macht.
Jugendreisen sind, in welcher Absicht sie auch immer angetreten werden, eine unvergessliche Erfahrung. Man lernt über den eigenen Tellerrand zu blicken, erweitert seine Sprachkenntnisse und bekommt einen Einblick in andere Kulturen.Wer auf seiner Jugendreise Rimini oder andere bekannte Party-Hochburgen besucht, kann sich zudem einem reichen Angebot an Feiermöglichkeiten erfreuen, bei denen auch soziale Fähigkeiten geschult werden – natürlich alles ohne Alkohol und unter Betreuung von qualifiziertem Personal.
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