Afrika Reisen

Juliva am 28. April 2009

So viele von uns jungen Frauen sind wild auf Afrika und die Jungs, die dort an jeder Ecke mit dicker Hose stehen. Ist es diese rohe Wildheit in einer Welt, die geprägt durch unsere unwiderstehliche Abenteuerlust ist? Oder wollen wir einfach nur weg, von diesen Spießern und ihren abgezirkelten Vorgärten, die nur Samstags-Nachmittag mal kurz zwischen Autowäsche und Sportschau uns etwas besorgen wollen, das mit den eigenen Fingern schneller und besser zu bekommen ist?

Ich bin 25 Jahr alt – kurz vor dem Ende einer Phase meines Lebens – und fühle den Ansatz, etwas neu zu beginnen. So kam ich dann auf die Idee des Trips nach Afrika. So unglaublich es klingen mag, ich wollte es mit meinem Motorrad erleben. Ich wollte nach Afrika mit dem Ziel, diese Welt zu sehen, wie sie ist und auch mal andere Ebenen des erotischen Verlangens erklimmen, als sie hier in Hörsälen und Busbahnhöfen möglich sind. Und wie viele Reisende trieb mein angeborenen Gefühl mich vorwärts, um nicht nur das, was war zu erleben, sondern auch nach einen tieferen Sinn tief drinnen zu suchen und diesem auch zu begegnen.

Und warum wollte ich es unbedingt auf einem Motorrad machen? So wurde ich von vielen meinen Freundinnen gefragt. Das ich das liebte, wenn die Wärme des Motors zu meinen Schenkeln durchdringt, konnten sie nur mit Unverständnis zu Kenntnis nehmen. Doch für mich ist es die Freiheit der warmen Luft entscheidend, nicht nur Transport, den man auch in einem stickigen Auto umsetzen kann.

Afrika – das Land, seine Kultur, seine Menschen. Hier konnte ich erleben, was machbar und was nicht machbar war und es wurde ein unvergessliches Erlebnis. Zunächst ging es nach Kenia. Unsere kurzfristig zusammengeschlossene Biker-Gruppe machte sich allein auf die Safari zu einem alternativen Nationalpark, wo wir mit unseren Bikes noch rein durften. Die Elefanten staunten nicht schlecht, als wir an ihnen vorbeibrausten. So wurde dann der Beginn des Afrika-Trips zu dem Erlebnis, das auch hinterher kennzeichnend bleiben sollte: Afrika auf zwei Rändern liefert mehr und bessere Einsichten – als Betrachtungen aus frisch gereinigten Autofenstern.

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2 Kommentare zu “Afrika Reisen”

  1. Ulmaam 17. November 2009 um 02:48

    Afrika per Reiseführer, Gruppenreise, Mietwagenrundreise, alles schon gegeben, aber per Motorrad, davon hab ich ja noch nie gehört. Aber Hauptsache ist, dass du Spaß hattest! War das nicht furchtbar warm unter der Motorradkleidung? Da schwitze ich schon beim bloßen Gedanken. Sind die Straßen alle befahrbar gewesen? Kann mir schon vorstellen, dass es ein tolles Gefühl war, alles direkt hautnah zu erleben.

    LG von Ulma

  2. Christinaam 12. Januar 2010 um 16:49

    Wie wäre es denn mit Afrika per Kreuzfahrtschiff ? Das habe ich nämlich so gemacht. Zumindest die An- und Abreise und die hatte es schon in sich. War superschön, aber auch recht anstrengend. Wir haben dann von Durban aus Südafrika erkundet. Allerdings per Mietwagen. Die Betrachtungen aus frisch gereinigten Autofenstern haben sich gelohnt und ich würde es auch immer wieder so machen, da mir ein Motorrad einfach zu wenig Stauraum bietet und ich auch kaum Fahrpraxis habe.

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